‚Let’s talk Innenpolitik‘ mit Joachim Herrmann - Unser Podcast

Die erste Folge der neuen Podcast-Reihe mit Joachim Herrmann wird heute auf iTunes, Spotify, Deezer und Amazon Music sowie auf www.innenministerium.bayern.de veröffentlicht. Geplant ist eine monatliche Reihe zu verschiedenen Themen der bayerischen Innenpolitik – immer aktuell und immer ganz nah dran an Menschen und Themen, die Bayern bewegen.

Folge 1: "Hass im Netz - Hate Speech kann jeden treffen"

"Hate Speech ist leider mittlerweile eine Massenerscheinung. Aber es ist nicht die Mehrheit in unserem Land, die solche Taten gutheißt. Umso wichtiger ist es, Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. Wir dürfen uns mit Hass und Hetze nicht abfinden." Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der ersten Folge der neuen Podcast-Reihe 'Echt. Mehr. Bayern. Let’s talk Innenpolitik mit Joachim Herrmann' betont. Gemeinsam mit Moderatorin und Influencerin Cathy Hummels und dem Leitenden Kriminaldirektor Bernhard Egger vom Bayerischen Landeskriminalamt diskutierte Herrmann persönliche Erfahrungen, Strategien und politische Maßnahmen im Umgang mit Hasskommentaren. Moderiert wurde die Runde von Roman Roell.

"Ich habe viel Gegenwind bekommen", berichtete Hummels von ihren Erlebnissen als Influencerin auf Instagram und Spielerfrau. "'Dumm wie Toastbrot', 'meistgehasste Spielerfrau', 'Peinlich, wie kann man mit so einer zusammen sein'. Das war krass, und so schön der WM Titel 2014 war, ich war danach erstmal vier Wochen offline und musste mich wieder sammeln. Ich bin froh, dass ich da so gestärkt rausgegangen bin. Das hätte auch anders verlaufen können."

"Das allerwichtigste ist, dass man es sich nicht gefallen lässt, dass man reagiert. Auf keinen Fall über sich ergehen lassen", empfahl LKA-Experte Egger zum Umgang mit Hasskommentaren. Jeder müsse selbst entscheiden, ob man offline gehe oder sich aktiv zur Wehr setze. Bei letzterem sei es wichtig, sachlich zu argumentieren und möglichst andere mit ins Boot zu holen. "Wie werde ich künftig damit umgehen? Wo war der Angriffspunkt?", empfahl Egger als Leitfragen für eine individuelle Strategie gegen Hate Speech.

"Die große Mehrheit der Menschen in unserem Land befindet das nicht für gut", betonte Innenminister Herrmann abschließend. Die Staatsregierung unternehme alles in ihrer Macht Stehende, um Angriffe im Netz, besonders auch auf Amts- und Mandatsträger, konsequent zu bekämpfen und Betroffene bestmöglich zu unterstützen. "Dazu arbeiten Polizei und Justiz sehr eng und engagiert zusammen." Der Innenminister appellierte an alle Betroffenen, bei entsprechenden Vorfällen unbedingt schnellstmöglich die Polizei einzubinden. "Nur dann können wir eingreifen, Opfer schützen und Täter verfolgen."