Pinsel und Puder zur Sicherung von Fingerabdruckspuren.
© www.polizei-beratung.de

Kriminalitätsbekämpfung

Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist ein wichtiger Indikator für die Innere Sicherheit in einem Bundesland und wird in Bayern jährlich vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für das vergangene Kalenderjahr veröffentlicht. Gleichzeitig dient sie als Kompass für das weitere polizeiliche Handeln.

Die Kriminalitätslage in Bayern ist hervorragend. Im bundesweiten Vergleich nimmt Bayern traditionell einen Spitzenplatz ein. Die ohnehin sehr guten Vorjahresergebnisse konnten nochmals verbessert werden. Bayern hatte 2019 die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 40 Jahren und gleichzeitig die höchste Aufklärungsquote seit 25 Jahren!

Bei den Straftaten ohne die ausländerrechtlichen Delikte gab es im letzten Jahr einen starken Rückgang um 26.155 Straftaten bzw. um - 4,4 % von 594.116 auf 567.961 Fälle.

Und das, obwohl die Bevölkerung in Bayern stetig zunimmt. Zum 31. Dezember 2018 hatte Bayern exakt 13.076.721 Einwohner und damit knapp 80.000 (79.517; Ende 2017: 12.997.204) mehr als ein Jahr zuvor.

Die um die rein ausländerrechtlichen Delikte bereinigte Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, lag infolge der gesunkenen Fallzahlen bei 4.343 und damit 5 % unter dem Vorjahreswert von 4.571.

Die bereinigte Aufklärungsquote stieg gegenüber dem Vorjahresniveau: Sie verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 65 % (mit ausländerrechtlichen Verstößen: 67 %).

Ebenfalls rückläufig war die Zahl der ausländerrechtlichen Delikte wie illegale Einreise oder illegaler Aufenthalt mit 35.503 Fällen (-14 %, 2018: 41.304).

Auch im Bereich der Gewaltkriminalität gab es 2019 einen Rückgang um vier Prozent auf 19.953 Fälle (2018: 20.785) zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote lag in diesem Bereich im vergangenen Jahr bei 85,9 % (2018: 85,1 %).

Besonders erfreulich sind die erneut rückläufigen Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl. Die intensiven Bemühungen der Bayerischen Polizei zur Bekämpfung dieses Phänomenbe-reichs haben sich wieder einmal ausgezahlt. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Wohnungseinbrüche um 17,1 % auf 4.342 Fälle zurück (2018: 5.239) - der niedrigste Wert seit neun Jahren (2010: 4.470). Außerdem konnte die Bayerische Polizei 2019 mehr Einbrüche aufklären (21,8 %, +1,2 Prozentpunkte).

Unsere hoch motivierte sowie bestens ausgebildete und ausgerüstete Polizei gewährleistet Schutz und Sicherheit rund um die Uhr und reagiert umgehend auf neue Kriminalitätsphänomene. Hierzu zählen ganz aktuell

  • die Bekämpfung des internationalen, insbesondere islamistischen Terrorismus,
     
  • die Bekämpfung der Wohnungseinbruchkriminalität, die weiterhin ein zentrales Handlungsfeld polizeilicher Arbeit bildet und erheblichen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat,
     
  • die Kriminalität im Kontext der Zuwanderung, insbesondere auch die Sicherheit in und um Asylbewerberunterkünfte / Erstaufnahmeeinrichtungen,
     
  • Straftaten in Form des sog. Callcenterbetrugs, häufig zum Nachteil von lebensälteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, bei denen die Täter regelmäßig auch als falsche Polizeibeamte auftreten,
     
  • die dynamische Entwicklung im Bereich der Cyberkriminalität, bei der die Täter bewusst die Anonymität des Internets ausnutzen,
     
  • die Kriminalität durch international agierende organisierte Tätergruppen in allen Ausprägungen und
     
  • die hochgefährliche Droge „Crystal-Meth“ sowie der Trend zu sogenannten "Neuen psychoaktiven Stoffen" innerhalb der Rauschgiftszene. 

Diesen und allen anderen Erscheinungsformen der Kriminalität begegnet die Bayerische Polizei konsequent unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden personellen, materiellen und rechtlichen Mittel. Sie setzt dabei auf eine umfassende Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen und kann auf ein hervorragendes - auch internationales - Netzwerk der Kommunikation, Kooperation und Koordination zurückgreifen.

Durch breitenwirksame Präventionsmaßnahmen setzt die Polizei alles daran, dass Straftaten erst gar nicht geschehen, damit Bürgerinnen und Bürger in Bayern sicherer leben als anderswo.